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ZU WEIHNACHTEN KINDERN IN HAMBURG HELFEN

Kinder, die emotional vernachlässigt oder nicht ausreichend versorgt werden, die missbraucht oder misshandelt wurden, Kinder, die durch Fluchterfahrungen traumatisiert wurden – um diese Kinder kümmern wir uns. Für diese Kinder sind wir da und geben ihnen Schutz und Geborgenheit. Wir helfen ihnen, trotz ihrer Erfahrungen starke und selbstbewusste Persönlichkeiten zu werden. Wir setzen uns dafür ein, dass sie die gleichen Chancen haben wie Kinder, die dies alles nicht erleben mussten.

Unsere Kinder sind das wertvollste, was wir haben. Kinder sind großartig. Für uns im Kinderschutzbund ist dies unser Antrieb, um Hamburger Kindern in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.

Wir sorgen für Hilfe und Schutz mit unseren Kinderschutzzentren.

Wir begleiten Familien von Anfang an und sind Träger von Einrichtungen der „Frühen Hilfen“.Wir unterstützen belastete Eltern mit unseren Elternkursen, dem Gesundheits- und Familienmobil, dem Elterntelefon und unserem Kinder- und Familienzentrum Lurup.

Wir kümmern uns um Chancengleichheit von benachteiligen Kindern und Jugendlichen mit unseren Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Wir sorgen uns mit unseren Einrichtungen um minderjährige unbegleitete Geflüchtete und um die Versorgung von geflüchteten Familien.

Wir arbeiten dafür, dass diese Kinder trotz eigener schlechter Erfahrungen Mitglieder unserer Gesellschaft werden, die sich für Gewaltfreiheit und demokratische Strukturen einsetzen und in der Lage sind, wertschätzende und vertrauensvolle soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

Unterstützen Sie uns dabei!

Große Beträge, kleine Beträge: alles hilft den Hamburger Kindern.

Spenden Sie für unsere Beratungsangebote für Eltern; oder für Therapien für Kinder; oder für unsere Arbeit für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Familien; oder für unsere neue Erziehungsberatungsstelle; oder für unserer neues „Kleines Kifaz in Rissen“. Oder spenden Sie Sie allgemein für die Arbeit des Kinderschutzbundes, sodass wir das Geld dort einsetzen können, wo es gerade am nötigsten gebraucht wird.

Mit jedem Betrag unterstützen Sie Hamburger Kinder.

INTEGRATIONSBAUSTEINE – EIN NEUES ANGEBOT FÜR GEFLÜCHTETE ELTERN

Ab dem 20.9.2018 qualifiziert der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Hamburg e. V. mit dieser Fortbildung 12 Fachkräfte aus pädagogischen Arbeitsfeldern zu Kursleitungen für sein niedrigschwelliges Elternbildungskonzept „Integrationsbausteine“ für Familien nach der Flucht. Dieses im DKSB Bundesverband e.V. bundesweit abgestimmte und anerkannte Konzept soll die Eltern mit Fluchterfahrungen in die Lage versetzen, mehr Freude und Sicherheit in der Erziehung ihrer Kinder  in der Vielfalt der Kulturen zu gewinnen und  ggf. weitere Hilfe- und Unterstützungsangebote wahrzunehmen. Die Kurse für die Eltern starten ab November 2018 in verschiedenen Wohnunterkünften und werden überwiegend in der Muttersprache der geflüchteten Menschen durchgeführt.

ERÖFFNUNG UNSERES NEUEN KINDER- UND FAMILIENZENTRUMS RISSEN

Im November eröffnen wir mit einer kleinen offiziellen Eröffnungsfeier unser neues „Kleines Kifaz“ in Rissen. Auf dem Gelände der „Unterkunft mit Perspektive Wohnen“ in der Straße Suurheid 111 nahe dem  Westklinikum Rissen und direkt neben der Wohnunterkunft Sieverstücken bauen wir in einer der Erdgeschoßwohnungen ein neues kleines Kinder- und Familienzentrum auf. Ziel der Arbeit ist es, möglichst früh (werdende) Mütter und Väter zu beraten, in Netzwerke einzubinden und sie dabei zu begleiten, eine gute Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Aktuell findet schon montags von 10- 12 Uhr ein Mütterfrühstück für Mütter mit Kindern bis 1 Jahr statt. Im Anschluss bietet die Mütterberatung eine Sprechstunde mit einer Amtsärztin an. Die fachkompetenten Mitarbeiterinnen beraten vertraulich und bieten Unterstützung und Hilfe bei allen Fragen rund um´s Kind.



PRESSEMITTEILUNGEN

Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen.
06.11.2018 Menschen mit Armutserfahrung und Verbände fordern wirksame Bekämpfung von Kinderarmut

Berlin, 16.11.2018. Anlässlich des 13. Treffens der Menschen mit Armutserfahrung fordern die Nationale Armutskonferenz und die im „Ratschlag Kinderarmut“ zusammen-geschlossenen Verbände die Bundesregierung auf, „mit großer Priorität wirksam und zielgerichtet die Armut von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu bekämpfen“.

„Mehr als drei Millionen Kinder und Jugendliche erfahren jeden Tag Ausgrenzung und Armut. Besonders betroffen sind Kinder, die in Familien von Alleinerziehenden leben. Knapp 40 Prozent leben mit Sozialleistungen“, berichtet Erika Biehn, Vorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Betroffene ihr letztes Hemd geben, um das Nötigste für Ihre Kinder finanzieren zu können. Das können und wollen wir nicht weiter hinnehmen!“

Maßnahmen wie die Erhöhung des Kindergeldes würden bei in Armut lebenden Familien nicht ankommen, da sie auf Leistungen wie das Arbeitslosengeld II oder den Unterhaltsvorschuss angerechnet würden, heißt es in der Erklärung. Die geplanten Reformen des Kinderzuschlags und des Bildungs- und Teilhabepakets seien unzureichend.

„Zwar wird jetzt eine Erhöhung des Schulbedarfspakets angekündigt, aber wiederum gibt es keine ordentliche Bedarfsermittlung“, kritisiert Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz. „Wir wissen aus Studien der Diakonie, dass bis zu 200 Euro für Schulmaterial fällig sind. Es reicht nicht aus, die bisherigen 100 Euro Pi mal Daumen zu erhöhen, ohne nachzurechnen, was wirklich nötig ist.“ Außerdem müssten das schulische Mittagessen und der ÖPNV für Schulkinder kostenlos werden.

Wesentliche Probleme würden sich durch die bisherige Konstruktion der Familienförderung ergeben, so Alexander Nöhring, Geschäftsführer des Zukunftsforums Familie, der familienpolitische Fachverband der Arbeiterwohlfahrt. „Bisher bekommen nicht die ärmsten Familien die stärkste Hilfe. Ein undurchschaubares Dickicht aus Kindergeld, Kinderfreibetrag, Basiselterngeld, Kinderregelsatz, Kinderzuschlag und Unterhaltsvorschuss sorgt dafür, dass gerade in Armut Lebende Familien ihre sozialen Rechte nicht durchsetzen können. Wir müssen die Familienförderung vom Kopf auf die Füße stellen: Dafür brauchen wir ein einheitliches Existenzminimum für alle Kinder und besondere und unbürokratische Hilfen für die, die sie am dringendsten benötigen“, so Nöhring.

„Um Kindern eine gerechtere Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, muss das Recht auf ihr soziokulturelles Existenzminimum gesichert sein. So gibt es auch die UN-Kinder-rechtskonvention in den Artikeln 26 und 27 vor. Sprudelnde Steuereinnahmen durch die positive wirtschaftliche Lage in Deutschland und die dadurch vorhandenen Verteilungsspielräume müssen konsequenter für eine grundlegende Reform der Familienförderung genutzt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, fasst zusammen: „ Bisher wurde viel angekündigt – aber wenig umgesetzt. Leistungen müssen alle Familienformen erreichen, egal ob verheiratet oder nicht, Alleinerziehende ebenso wie Familien mit vielen Kindern. Besonders wichtig ist die Infrastruktur vor Ort – vom Schwimmbad über Sozialarbeit bis hin zu Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern, die nicht mehr weiter wissen.“

Die Erklärung „Bekämpfung von Kinderarmut muss Priorität haben“ und eine Übersicht über die Mitzeichnenden finden Sie hier.

05.11.2018 Familienentlastungsgesetz hilft nicht gegen Kinderarmut

Berlin, 05.11.2018. Anlässlich der Beratungen zum Familienentlastungsgesetz kritisiert der Kinderschutzbund (DKSB), dass das geplante Gesetz zu kurz greift und die Entlastung bei vielen nicht ankommt. Vor allem Kinder aus ärmeren Familien gehen leer aus. Ein Maßnahmenpaket, das alle Familien entlastet, muss das Problem der Kinderarmut entschlossen angehen.

Für fast jedes vierte Kind in Deutschland zahlt der Staat Sozialleistungen zur Sicherung des Existenzminimums. Rechnet man die verdeckte Kinderarmut hinzu ist es sogar jedes dritte Kind. Deshalb muss die Verringerung von Kinderarmut oberstes Ziel der Bundesregierung sein, fordert der DKSB. Über das Familienentlastungsgesetz beraten am heutigen Montag der Finanzausschuss sowie am 08.11.2018 abschließend der Deutsche Bundestag. Nach Ansicht des DKSB sind die geplanten Maßnahmen zwar grundsätzlich für viele Familien zu begrüßen, allerdings völlig ungeeignet, um das drängende Problem der Kinderarmut zu lösen.

„Genau hier versagt das Entlastungspaket. Das Kindergeld und den steuerlichen Kinderfreibetrag anzuheben kostet den Staat viel Geld, und viele Familien können sich darüber auch freuen“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des DKSB. „Das Problem ist aber: An Kindern in Armut und Familien, die Hartz IV, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, gehen die geplanten Maßnahmen komplett vorbei. Bei ihnen wird das erhöhte Kindergeld mit der jeweiligen Leistung verrechnet, also direkt wieder abgezogen.“

Damit geht die Schere zwischen Arm und Reich in der Familienförderung weiter auseinander. Familien mit höherem Einkommen werden bereits jetzt über den Freibetrag um bis zu 100 Euro mehr entlastet als Familien der unteren und mittleren Einkommensgruppen über das Kindergeld. Für die Jahre 2019/2020 sieht der Gesetzentwurf vor, dass Familien mit unteren Einkommen über das Kindergeld insgesamt 180 Euro zusätzlich für beide Jahre erhalten. Familien mit sehr hohem Einkommen werden über den Kinderfreibetrag jedoch im gleichen Zeitraum um bis zu 273 Euro entlastet.

Dazu DKSB-Präsident Hilgers: „Maßnahmen, die wirklich etwas gegen Kinderarmut ausrichten könnten, hat die Bundesregierung immer noch nicht in Angriff genommen, wie etwa eine umfassende Reform des Kinderzuschlags oder des Bildungs- und Teilhabepakets. Dabei steigt die Kinderarmut trotz hervorragender Wirtschaftsdaten und niedriger Arbeitslosigkeit seit fünfzehn Jahren kontinuierlich an. Deshalb sind wir für einen kompletten Umbau der Familienförderung und für die Einführung einer Kindergrundsicherung. Diese Idee findet auch zunehmend in der Politik Unterstützung.“

Im Bündnis Kindergrundsicherung fordert der DKSB gemeinsam mit 13 anderen Verbänden und 13 renommierten Wissenschaftler*innen eine am kindlichen Existenzminimum ausgerichtete Kindergrundsicherung von 619 Euro im Monat.

Mehr Informationen dazu unter www.kinderarmut-hat-folgen.de

25.10.2018 „Elternschule“: Kinderschutzbund zu der umstrittenen Erziehungs-Doku
  In der Debatte um die Dokumentation „Elternschule“, die seit kurzem in deutschen Kinos läuft, bezieht der Kinderschutzbund (DKSB) Position. Nach Ansicht des Verbandes enthält der Film, der in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen gedreht wurde, zahlreiche Szenen, in denen Kinder psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind. In seiner Stellungnahme appelliert der DKSB an alle Bürger*innen, für das Recht auf gewaltfreie Erziehung einzutreten. Der Film „Elternschule“ dokumentiert die Behandlung psychosomatisch erkrankter Kinder und Kleinstkinder. Nach Einschätzung des DKSB zeigt er einige verzweifelte Mütter, die in der Klinik lernen, dass eine Eltern-Kind-Beziehung eine Kampfbeziehung ist und dass sie möglichst hart zu ihren Kindern sein sollen. Einzelne Kinder werden zudem als „egoistische Strategen und Taktiker“ öffentlich vorgeführt. Nach Ansicht des DKSB basiert eine die Entwicklung fördernde Erziehung auf Schutz, Beteiligung und der Berücksichtigung des kindlichen Willens, und nicht auf der machtvollen Durchsetzung der Eltern gegenüber ihren Kindern. Das Recht auf gewaltfreie Erziehung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. „Verhalten sich Eltern gegenüber ihren Kindern so wie das Klinikpersonal in dem Film, dann ist das rechtswidrig“, konstatiert Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers. „Auch den Mitarbeiter*innen von Kitas und Schulen ist ein solches Verhalten verboten und kann rechtliche Konsequenzen haben.“ Der Kinderschutzbund will nicht in Abrede stellen, dass die im Film gezeigten Kinder und ihre Eltern in großer Not sind und intensive Unterstützung benötigen. Über den gewaltvollen Charakter vieler Szenen kann der Verband aber nicht hinwegsehen. „Die in den Film gezeigten Behandlungsmethoden können keinesfalls Vorbild für die Erziehung von Kindern in Deutschland sein“ sagt Prof. Dr. Sabine Andresen, Vizepräsidentin des DKSB sowie Kindheits- und Familienforscherin. „Diese Praktiken führen zu einer Verunsicherung von Eltern im Umgang mit ihren Kindern.“ Ob die angewandte psychische und physische Gewalt im Rahmen der Verhaltenstherapie in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zur Behandlung psychosomatischer Erkrankungen zulässig und notwendig ist oder einen Anfangsverdacht der Misshandlung Schutzbefohlener nach § 225 StGB darstellt, muss von der zuständigen Staatsanwaltschaft geprüft und durch das Gericht entschieden werden. Für Eltern, die Unterstützung bei einer anleitenden, gewaltfreien Erziehung benötigen, gibt es zahlreiche Hilfsangebote der Kinder- und Jugendhilfe, auch vom Kinderschutzbund. Dazu gehören etwa Elternkurse, Erziehungsberatung und sozialpädagogische Familienhilfe. Wer sich über passende Hilfsangebote informieren möchte, kann sich an das bundesweite, kostenlose Elterntelefon unter der Nummer 0800 111 0550 wenden.



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