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PRESSEMITTEILUNGEN

Hamburg, 09.03.2017

Richtigstellung

In unserer Presseerklärung vom 02.03.2017 hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Die zitierten Zahlen des Landesbetriebes Erziehung und Beratung zur Umverteilung junger Geflüchteter bezogen sich nicht auf junge Erwachsene, die längere Zeit in Hamburg leben, sondern auf aktuell eingereiste minderjährige Geflüchtete, die nach einem festgelegten Verfahren auf alle Bundesländer verteilt werden. 

Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen!

Nachfolgend finden Sie die entsprechend korrigierte Fassung der Pressemitteilung.


Hamburg, 02.03.2017

Umverteilung junger Geflüchteter in andere Bundesländer stoppen!

Die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Hamburg e.V., stützt sich seit vielen Jahren auf das freiwillige bürgerliche Engagement der Hamburger/innen. Teil dieses Engagements ist das Projekt Vormundschaften/Patenschaften für unbegleitete minder­jährige Geflüchtete, in dem mehr als 200 Bürger/innen der Hansestadt tätig sind. Die Ehrenamtlichen werden durch den Kinderschutzbund Hamburg intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet und fortlaufend begleitet. Seit Beginn des Projektes wurden auf diese Weise bereits mehrere hundert junge Geflüchtete erfolgreich in ihrem Integrationsprozess unterstützt.

Berichten unserer Vormünder/innen und Paten/innen ist zu entnehmen, dass immer häufiger junge Volljährige, die sich in Hamburg bereits einleben und integrieren konnten, aufgefordert werden, Hamburg zu verlassen und in ein anderes Bundesland umzuziehen. So wurde ein Mündel, der im September 2016 volljährig wurde, unmittelbar nach Stellung des Asylantrags aufgefordert, der Umverteilung Folge zu leisten und sich innerhalb von 24 Stunden in einer Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern zu melden.

Der Betroffene lebt seit seiner Ankunft in Hamburg vor 17 Monaten in einer Betreuten Einrichtung für Flüchtlinge. Er steht in engem Kontakt zu einer christlichen Gemeinde und hat gute Aussichten, demnächst in einem Hamburger Unternehmen eine duale Ausbildung zu beginnen. Durch ehrenamtliche Paten des Projektes "Patenschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete" des Kinderschutzbundes Hamburg wird er seit September 2016 begleitet.

Seit vielen Jahren machen die Ehrenamtlichen und Fachkräfte des Projektes die Erfahrung, dass die betreffenden jungen Menschen bis weit in die Volljährigkeit hinein Unterstützung bei ihrer Integration wünschen und benötigen.
Die Umverteilung auf andere Bundesländer mit Erreichen der Volljährigkeit spielte in der Begleitung bisher keine Rolle. Aktuell scheint sich der Umgang der Hamburger Ausländerbehörde mit jungen Geflüchteten allerdings zu verändern.

Angesichts des dargestellten Einzelfalles und der besorgniserregenden Gesamtentwicklung weist der Kinderschutzbund Hamburg eindringlich darauf hin, dass ein derartiges Vorgehen alle bisherigen Integrationsanstrengungen und -erfolge zunichte macht. Es ist unstrittig, dass geflüchtete Menschen Stabilität und Sicherheit am Fluchtort brauchen, um sich positiv entwickeln zu können. Nahezu alle Geflüchteten, die wir in unseren Projekten kennenlernen, sind in hohem Maße durch Kriegs- und Fluchterfahrungen belastet. Umso wichtiger ist es, die mit einer Umverteilung einhergehenden existenziellen Umbrüche zu verhindern und gewachsene soziale Beziehungen zu erhalten.

Vor dem Hintergrund der monatelangen gemeinsamen Anstrengungen von Pädagog/inn/en, Lehrer/innen, Trainer/innen, Vormünder/innen, Paten/innen, Jugendamtsmitarbeiter/innen und Therapeuten/innen zur Beruhigung und Stabilisierung der Situation junger Geflüchteter, stellt die erzwungene Ausreise in ein anderes Bundesland nicht nur eine Verschwendung öffentlicher Mittel und Ressourcen dar. Die Vorgehensweise der zuständigen Hamburger Behörden stößt auch bei den im Projekt tätigen Ehrenamtlichen auf Unverständnis. Unmut und Resignation machen sich breit.
Wie Gleichaltrige ohne Fluchterfahrung steht auch die Gruppe der sogenannten "Jungen Volljährigen" unter dem besonderen Schutz des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Ihnen sind Jugendhilfeleistungen zu gewähren.

Aus diesen Gründen sieht sich der Deutschen Kinderschutzbund, Landesverband Hamburg e.V., dazu veranlasst, sich auf die Seite der jungen volljährigen Geflüchteten zu stellen und ihre berechtigten Anliegen zu vertreten. Wir fordern die zuständigen Behörden auf, im Interesse der jungen Menschen auf eine Umverteilung in andere Bundesländer zu verzichten.

Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Hamburg e.V.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Ralf Slüter
Geschäftsführer
Fruchtallee 15
20259 Hamburg
Telefon (040) 432927-41
Fax (040) 432927-47
Email r.slueter@kinderschutzbund-hamburg.de

Hamburg, 4. Dezember 2015

Deutscher Kinderschutzbund unterstützt Ehrenamtliche in Hamburg bei der Hilfe für Flüchtlingsfamilien

  • Projekt "Ehrenamt ermöglichen" bietet Qualifizierung und fachliche Begleitung von Ehrenamtlichen zur Unterstützung von Flüchtlingsfamilien
  • Hamburger Kinderschutzbund sucht ehrenamtliche Familienpaten
  • HSH Nordbank ermöglicht das Projekt

Mit seinem Projekt "Ehrenamt ermöglichen" sucht der  Landesverband Hamburg des Deutschen Kinderschutzbundes Ehrenamtliche, die sich für Flüchtlingsfamilien in Hamburg engagieren möchten. Im Rahmen des Projektes erhalten die Ehrenamtlichen zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe Schulungen und werden auch während ihres Einsatzes beraten. Die sorgfältige Auswahl und enge Begleitung der Ehrenamtlichen ermöglicht eine nachhaltig erfolgreiche Gestaltung der Hilfe für die Flüchtlingsfamilien.
So unglaublich die logistischen, fachlichen, humanitären und finanziellen Herausforderungen sind, um die täglich weiter ansteigende Zahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden unterzubringen und zu integrieren, so überwältigend ist auch die Hilfsbereitschaft vieler Hamburger und Hamburgerinnen. Mit seinem jüngsten Projekt "Ehrenamt ermöglichen" möchte der Kinderschutzbund Hamburg hilfsbereite Hamburger und Hamburgerinnen dafür gewinnen, als ehrenamtliche Familienpaten jeweils eine Flüchtlingsfamilie verbindlich zu unterstützen. Ziel des Projektes ist es, Flüchtlingsfamilien mit Bleibeperspektive schnell und gut zu integrieren. Hierbei können die Freiwilligen als ehrenamtliche Familienpaten einen entscheidenden Beitrag leisten.

In enger Absprache mit der für die Hamburger Flüchtlingsfamilien zuständigen Institution "Fördern & Wohnen" A.ö.R. übernimmt der Kinderschutzbund Hamburg die Vermittlung von geeigneten Familien und die Auswahl sowie Qualifizierung und Begleitung der ehrenamtlichen Familienpaten.

"Unsere jahrzehntelange Erfahrung in Projekten mit Ehrenamtlichen wie "Vormundschaften für minderjährige Flüchtlinge", "Elterntelefon" und "Familienpaten" hat gezeigt , wie bedeutsam die sorgfältige Auswahl der Ehrenamtlichen, die gute Vorbereitung durch Schulungen sowie die kompetente fachliche Begleitung und Beratung bei Fragen und Problemen für den Erfolg der Patenschaft und damit auch die Zufriedenheit beider Seiten ist", sagt Daniela Steinhoff, Geschäftsführerin des Hamburger Kinderschutzbundes. "Nur so lassen sich Überforderung oder Unzufriedenheit vermeiden und der Einsatz über längere Zeit für beide Seiten gewinnbringend gestalten."

Die HSH Nordbank hat das Projekt gemeinsam mit dem Kinderschutzbund entwickelt und finanziell ermöglicht.

Kontakt für Interessenten:

Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband Hamburg e. V.
Christiane Straube
Tel: 040/432927-36
straube@kinderschutzbund-hamburg.de

Finanzielle Unterstützung:
Spendenkonto
IBAN: DE50210500001001328502
BIC: HSHNDEHHXXX
HSH Nordbank AG

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir nachfolgend eine Pressemitteilung
des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes:

21.07.2015

Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt das Urteil zum Betreuungsgeld


Berlin, 21.07.2015. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das Betreuungsgeld für verfassungswidrig zu erklären. Der Bund hat keine Gesetzgebungskompetenz, da die Regelung nicht zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet erforderlich ist. Die beteiligten Verbände fordern die politischen Entscheidungsträger/innen auf, die frei werdenden finanziellen Mittel in den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur zu investieren.

Das Betreuungsgeld widerspricht zentralen familienpolitischen Entscheidungen der letzten Jahre und wirkt sozial-, bildungs- und gleichstellungspolitisch kontraproduktiv. Das zeigen die Erfahrungen seit Einführung des Betreuungsgeldes im Jahr 2013: Frauen mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungsniveau und Migrationshintergrund beziehen die Leistung häufiger und betreuen ihre Kinder zuhause, oftmals zu Lasten der Bildungschancen ihrer Kinder. Zudem steigt durch das Betreuungsgeld der Anreiz für einen längeren Erwerbsausstieg. Dies wirkt sich negativ auf die Erwerbsbiografien und die soziale Sicherung von Frauen aus.

Gerade eine qualitativ hochwertige Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege kann bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien dazu beitragen, ihre Potentiale bestmöglich zu fördern. Dabei sind gute Angebote der frühen Förderung entscheidend. Jedem Kind sollten von Anfang an, unabhängig vom sozialen Status oder Herkunft, die bestmöglichen Bildungschancen offen stehen. Die durch die Abschaffung des Betreuungsgeldes bis 2017 frei werdenden 3,9 Milliarden Euro sollten daher dringend in den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsinfrastruktur - sowohl qualitativ als auch quantitativ - investiert werden. Nur so kann Chancengleichheit für Kinder und Wahlfreiheit für Familien umgesetzt werden.

Flankiert werden muss der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur durch eine sozial gerechte Kindergrundsicherung von 536 Euro pro Monat. Sie stellt die bisherige Familienförderung "vom Kopf auf die Füße", fasst eine Vielzahl an Leistungen zusammen, orientiert sich am steuerlichen Existenzminimum und wird am Einkommen der Eltern bemessen. So sieht gerechte, transparente und konsistente Familienförderung aus. Im Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG setzen sich neun Verbände und 13 Wissenschaftler/innen seit 2009 für einen Paradigmenwechsel bei der Familienförderung ein. Weitere Informationen unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir nachfolgend eine Pressemitteilung
des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes:

Berlin, 17.02.2014

Debatte um Kinderpornographie: Der Schutz von Kindern muss im Vordergrund stehen!

"Die Würde und der Schutz von Kindern kommen in der aktuellen Debatte zu kurz. Es muss national und international geprüft werden, wie Kinder und Jugendliche vor dem Missbrauch durch kinderpornographische Darstellungen, deren massenhafte Herstellung und kommerzielle Verbreitung besser als bisher geschützt werden können. Das Internet verschärft die Situation: Sind die Bilder einmal im Netz, sind sie immer im Netz. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass bei der Herstellung, dem Verkauf und der Verbreitung solcher Bilder und Filme Kinder traumatisiert und ihre Interessen missachtet werden. Hinter jedem Bild steht ein Kind mit seinem Schicksal. Es muss darum gehen, Kinder und Jugendliche vor dem Missbrauch zu schützen und bereits betroffenen Kindern zu helfen. Deutschland muss hier auch versuchen, international zu wirken", so Paula Honkanen-Schoberth, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbunde

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir nachfolgend eine Pressemitteilung
des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes:

Berlin, 15. 01. 2014

DKSB begrüßt Stärkung der Kinderrechte durch Individualbeschwerdeverfahren

. Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. begrüßt die Stärkung der Kinderrechte durch die Ratifizierung des Individualbeschwerdeverfahrens. "Kinder bekommen endlich die Möglichkeit, sich vor dem UN-Kinderrechtsausschuss gegen Kinderrechtsverletzungen zu wehren. Das stärkt die Rechte der Kinder weltweit. Die Bundesregierung muss dringend eine Kampagne starten um das neue Individualbeschwerdeverfahren und die Kinderrechte bekannt zu machen. Denn nur wenn Kinder ihre Rechte kennen, können sie sie auch einfordern und durchsetzen", sagte Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. "Ebenso wichtig ist es, die Kinderrechte in Deutschland zu stärken. Die Bundesregierung muss konsequent sein und dem Bundestag und dem Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz vorlegen um die UN-Kinderrechtskonvention vollständig umzusetzen", so Hilgers weiter. Der Deutsche Kinderschutzbund hat mit dem Aktionsbündnis Kinderrechte bereits einen Formulierungsvorschlag zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz vorgelegt.
Costa Rica hatte diese Woche als 10. Staat das dritte Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Das Individualbeschwerdeverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention kann daher in drei Monaten in Kraft treten. Das Individualbeschwerdeverfahren ermöglicht es Kindern und ihren Vertretern, sich vor dem UN-Kinderrechtsausschuss gegen Kinderrechtsverletzungen zu wehren wenn der nationale Rechtsweg ausgeschöpft wurde. Deutschland hatte das 3. Zusatzprotokoll als einer der ersten Staaten ratifiziert.