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PRESSEMITTEILUNGEN

Hamburg, 01. August 2017

SOMMER SERENADE –- Benefizkonzert für den Kinderschutzbund in der Laeiszhalle
Der Kinderschutzbund dankt der Jugendmusikschule

Am 15. Juli 2017 veranstaltete die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg ihre große Sommerserenade unter der Schirmherrschaft von Senator Ties Rabe.
Der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Hamburg e.V., war in diesem Jahr der Kooperationspartner der Jugendmusikschule, so dass die großzügigen Spenden der anwesenden Gäste der Arbeit des Kinderschutzbundes zu Gute kommen.

Der Vorstand des Kinderschutzbundes spricht der Jugendmusikschule seinen herzlichen Dank aus: 

"Das Programm hat wieder einmal die Vielfalt der Jugendmusikschule Hamburg unter Beweis gestellt. Wir haben uns von der Begeisterung der Akteurinnen und Akteure an diesem Abend mitreißen lassen. Für die Kinder und Jugendlichen ist der Auftritt in der Laeiszhalle ein besonderes Erlebnis, die erlernten Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Auch die Eltern, Geschwister und anderen Familienangehörigen werden die schöne Veranstaltung lange in Erinnerung behalten. Musik ist eben doch ein verbindendes Element und trägt sicherlich auch dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in einer für sie "förderlichen Welt" heranwachsen können. Insofern gibt es deutliche Überschneidungen in der Zielsetzung des Kinderschutzbundes und der Jugendmusikschule", so Holger Reinberg, Vorstand des Hamburger Kinderschutzbundes.

Hamburg, 20. Mai 2017

Orchester der Deutschen Kinderärzte spendet 4.500 Euro für das Kinderschutzzentrum Hamburg

Das Orchester der Deutschen Kinderärzte veranstaltete zusammen mit dem Deutschen Ärztechor am 16. September 2016 in der ausverkauften Hauptkirche St. Petri ein Benefizkonzert für die Arbeit des Kinderschutzzentrums Hamburg
.
Das Orchester wurde 1960 von dem Warendorfer Kinderarzt Dr. Werth als kleines Kammerorchester gegründet. Seitdem konnte sich das kleine Kammerorchester schrittweise zu einem vollständigen Symphonieorchester entwickeln. Über 80% der Mitglieder sind Kinderärzte in Klinik und Praxis. Das Orchester trifft sich einmal im Jahr unmittelbar vor der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu einer einwöchigen Probe, gefolgt von der Generalprobe und dem abschließenden Konzert. Der Reinerlös aus den Konzerteinnahmen kommt immer karitativen und sozialen Einrichtungen für Kinder zu Gute.

Am 16. Und 17. September 2016 spielte das Orchester in der St. Petrikirche zu Hamburg. Auf dem Programm standen die Reformationssymphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy und die Messe in AS-Dur von Franz Schubert.

Am 9. Mai überreichte Prof. M. Brandis, der Vorsitzende des Orchesters, den Scheck über 4.500 Euro an Cordula Stucke, Leiterin des Kinderschutzzentrums Hamburg. Mit der Summe soll die Arbeit des Kinderschutzzentrums mit geflüchteten Menschen finanziell unterstützt werden.

Scheckuebergabe

 

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir nachfolgend eine Pressemitteilung
des Bundesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes:

Kinderrechte ernst nehmen - DKSB fordert: Demokratische Verfahren unter Beteiligung der Zivilgesellschaft für ein besseres Kinder- und Jugendhilferecht

Berlin, 19. Mai 2017. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) fordert die Politik auf, die demokratischen Verfahren zur Beteiligung der Zivilgesellschaft zukünftig ernst zu nehmen. Nur so wäre eine tatsächliche Weiterentwicklung im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz umsetzbar.

Welchen Stellenwert die Kinder- und Jugendhilfe in der deutschen Politik hat, zeigt die gestrige Tagesordnung des Bundestages, in der das Einbringen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz auf Mitternacht gesetzt wurde. Darüber hinaus sind die Fristen zur Stellungnahme zu Gesetzesvorhaben für die Verbände und Organisationen in der jüngsten Vergangenheit stetig verkürzt worden. "Dieses Verhalten wirft doch die Frage auf, ob die politisch Verantwortlichen überhaupt ein Interesse haben, die demokratischen Verfahren zu gewährleisten und damit eine fachlich qualifizierte Bürgerschaft zu beteiligen" so Heinz Hilgers, Präsident des DKSB.

Obwohl es wichtig ist, mit dem SGB VIII die Perspektive des Kindes zu stärken und im Regierungsentwurf dazu einzelne gute Regelungen vorgeschlagen werden, reichen diese bei Weitem nicht aus. Aus Sicht des DKSB werden die Kinderrechte im aktuell diskutierten Kinder- und Jugendstärkungsgesetz nicht wirklich umgesetzt. "Es gilt, die Kinderrechte ernst zu nehmen" so Heinz Hilgers. Der DKSB befürchtet beispielsweise, dass der Passus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im SGB VIII, der den Ländern weitgehende Steuerungsmöglichkeiten bezüglich der Kosten einräumt, eine Ungleichbehandlung deutscher und nichtdeutscher Kinder dauerhaft zur Folge hätte.

"Der Gesetzgeber ist gut beraten, wenn er zuerst die Kinderrechte in das deutsche Grundgesetz aufnimmt und sich damit ein Beispiel an der Europäischen Union nimmt, die in Artikel 24 der Charta der Grundrechte der EU die Kinderrechte bereits normiert hat. Damit wird er die richtige Grundlage schaffen für ein neues Kinder- und Jugendhilferecht" betont Heinz Hilgers.

Hamburg, 09.03.2017

Richtigstellung

In unserer Presseerklärung vom 02.03.2017 hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Die zitierten Zahlen des Landesbetriebes Erziehung und Beratung zur Umverteilung junger Geflüchteter bezogen sich nicht auf junge Erwachsene, die längere Zeit in Hamburg leben, sondern auf aktuell eingereiste minderjährige Geflüchtete, die nach einem festgelegten Verfahren auf alle Bundesländer verteilt werden. 

Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen!

Nachfolgend finden Sie die entsprechend korrigierte Fassung der Pressemitteilung.


Hamburg, 02.03.2017

Umverteilung junger Geflüchteter in andere Bundesländer stoppen!

Die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Hamburg e.V., stützt sich seit vielen Jahren auf das freiwillige bürgerliche Engagement der Hamburger/innen. Teil dieses Engagements ist das Projekt Vormundschaften/Patenschaften für unbegleitete minder­jährige Geflüchtete, in dem mehr als 200 Bürger/innen der Hansestadt tätig sind. Die Ehrenamtlichen werden durch den Kinderschutzbund Hamburg intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet und fortlaufend begleitet. Seit Beginn des Projektes wurden auf diese Weise bereits mehrere hundert junge Geflüchtete erfolgreich in ihrem Integrationsprozess unterstützt.

Berichten unserer Vormünder/innen und Paten/innen ist zu entnehmen, dass immer häufiger junge Volljährige, die sich in Hamburg bereits einleben und integrieren konnten, aufgefordert werden, Hamburg zu verlassen und in ein anderes Bundesland umzuziehen. So wurde ein Mündel, der im September 2016 volljährig wurde, unmittelbar nach Stellung des Asylantrags aufgefordert, der Umverteilung Folge zu leisten und sich innerhalb von 24 Stunden in einer Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern zu melden.

Der Betroffene lebt seit seiner Ankunft in Hamburg vor 17 Monaten in einer Betreuten Einrichtung für Flüchtlinge. Er steht in engem Kontakt zu einer christlichen Gemeinde und hat gute Aussichten, demnächst in einem Hamburger Unternehmen eine duale Ausbildung zu beginnen. Durch ehrenamtliche Paten des Projektes "Patenschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete" des Kinderschutzbundes Hamburg wird er seit September 2016 begleitet.

Seit vielen Jahren machen die Ehrenamtlichen und Fachkräfte des Projektes die Erfahrung, dass die betreffenden jungen Menschen bis weit in die Volljährigkeit hinein Unterstützung bei ihrer Integration wünschen und benötigen.
Die Umverteilung auf andere Bundesländer mit Erreichen der Volljährigkeit spielte in der Begleitung bisher keine Rolle. Aktuell scheint sich der Umgang der Hamburger Ausländerbehörde mit jungen Geflüchteten allerdings zu verändern.

Angesichts des dargestellten Einzelfalles und der besorgniserregenden Gesamtentwicklung weist der Kinderschutzbund Hamburg eindringlich darauf hin, dass ein derartiges Vorgehen alle bisherigen Integrationsanstrengungen und -erfolge zunichte macht. Es ist unstrittig, dass geflüchtete Menschen Stabilität und Sicherheit am Fluchtort brauchen, um sich positiv entwickeln zu können. Nahezu alle Geflüchteten, die wir in unseren Projekten kennenlernen, sind in hohem Maße durch Kriegs- und Fluchterfahrungen belastet. Umso wichtiger ist es, die mit einer Umverteilung einhergehenden existenziellen Umbrüche zu verhindern und gewachsene soziale Beziehungen zu erhalten.

Vor dem Hintergrund der monatelangen gemeinsamen Anstrengungen von Pädagog/inn/en, Lehrer/innen, Trainer/innen, Vormünder/innen, Paten/innen, Jugendamtsmitarbeiter/innen und Therapeuten/innen zur Beruhigung und Stabilisierung der Situation junger Geflüchteter, stellt die erzwungene Ausreise in ein anderes Bundesland nicht nur eine Verschwendung öffentlicher Mittel und Ressourcen dar. Die Vorgehensweise der zuständigen Hamburger Behörden stößt auch bei den im Projekt tätigen Ehrenamtlichen auf Unverständnis. Unmut und Resignation machen sich breit.
Wie Gleichaltrige ohne Fluchterfahrung steht auch die Gruppe der sogenannten "Jungen Volljährigen" unter dem besonderen Schutz des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Ihnen sind Jugendhilfeleistungen zu gewähren.

Aus diesen Gründen sieht sich der Deutschen Kinderschutzbund, Landesverband Hamburg e.V., dazu veranlasst, sich auf die Seite der jungen volljährigen Geflüchteten zu stellen und ihre berechtigten Anliegen zu vertreten. Wir fordern die zuständigen Behörden auf, im Interesse der jungen Menschen auf eine Umverteilung in andere Bundesländer zu verzichten.

Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Hamburg e.V.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Ralf Slüter
Geschäftsführer
Fruchtallee 15
20259 Hamburg
Telefon (040) 432927-41
Fax (040) 432927-47
Email r.slueter@kinderschutzbund-hamburg.de